Auf einen Blick

Die Einzugs- und Zentriervorrichtungen EV / EVP kommen vor Profilspanern zum Einsatz. Wichtigste Aufgabe ist die optimale Ausrichtung der Hölzer. Besonders komplex ist die Aufgabe bei Rundhölzern, die trotz Unförmigkeit lagerichtig zugeführt werden müssen. Walzenanordnung und -steuerung sind so realisiert, dass die Einzugssysteme Hölzer Stock voraus, Zopf voraus oder auch im Mischbetrieb bei gleichbleibender Menge und Genauigkeit zuführen können. Diverse Ausrichtfunktionen sowie die genaue Zentrierung gewährleisten eine maximale Schnittholzausbeute.

Vorschnitt

Das Einzugssystem für den Vorschnitt hat zwei Walzenpaare, die dem lagerichtigen Eindrehen von Rundhölzern dienen. Ist das Rundholz richtig eingedreht, übernehmen zwei Zentrierwalzenpaare sowie eine Niederhaltewalze das Holz und fixieren dessen Lage. Optional können die Walzenpaare seitlich servohydraulisch verstellt werden. Damit sind asymmetrische Schnittbilder und der Einsatz in Rundlaufanlagen möglich.

Nachschnitt

Das Einzugssystem für den Nachschnitt führt Model zentriert und ausgerichtet dem Nachschnittspaner zu. Die Ausrichtung erfolgt durch zwei Zentrierwalzenpaare, die servohydraulisch positioniert werden. Niederhaltewalzen sorgen für die Fixierung der Position auf dem Kettenbett. Die Einzugsvorrichtungen sind mit Türen versehen, die den Zugang zum Spaner für den Werkzeugwechsel erleichtern.

Walzeneinheit

Die Walzeneinheiten sind direkt auf Ständern montiert. Diese leiten die entstehenden Kräfte sofort ab und haben somit keinen Einfluss auf das Kettenbett. Optional sind die Walzenpaare mit servohydraulischer Verstellung ausgerüstet. Dies ermöglicht asymmetrische Schnittbilder im Vorschnitt sowie eine diagonale Ausrichtung der Model im Nachschnitt.

Stammeindrehung

Entscheidend für die optimale Schnittholzausbeute ist die Eindrehgenauigkeit beim Rundholz. Aus den Daten einer 3D-Messung wird der Drehwinkel unter Berücksichtigung des Schnittbildes ermittelt und mit einer Genauigkeit von S = ±5° umgesetzt. Negative Einflüsse aus der Wuchsform des Stammes werden beim Eindrehen berücksichtigt.

Log Motion Control

Um eine hohe Wertausbeute im Sägewerk zu erzielen, ist eine genaue Rundholzeindrehung vor dem ersten Bearbeitungsschritt entscheidend. Mit ihrer Optimierungssoftware kann LINCK mittels 3D-Messdaten ein wertoptimales Schnittbild erzeugen und daraufhin den erforderlichen Eindrehwinkel des Rundholzes ermitteln.
LINCK zeigt mit Log Motion Control einen weiteren Entwicklungsschritt dieser Technologie. Ergänzend zur Bestimmung des Eindrehwinkels kommt eine Microtec Truespin-Messung zum Einsatz. Dabei erfasst eine Kamera ein charakteristisches Merkmal auf der Stammoberfläche und übermittelt deren Position während des gesamten Eindrehprozesses an die LINCK Log Motion Control. Während dieses Vorgangs wird die reale Rundholzeindrehposition durch die Software erfasst und mit der theoretischen verglichen. Ziel ist es nun, eventuell auftretende Abweichungen zu erkennen und durch eine umgehende Korrektur der Eindrehwalzenposition zu reagieren.
Der Prozess der Rundholzeindrehung erfolgt somit unter vollständiger Kontrolle der LINCK Log Motion Control Software.

Modelausrichtung

Das Einzugssystem kann die Model dem nachfolgenden Spaner mittig oder außermittig zentriert, diagonal ausgerichtet oder aktiv bogenfolgend zuführen. Die Entscheidung über die optimale Ausrichtung trifft die Anlagensoftware für jeden Stamm separat anhand hinterlegter Parameter. Die erforderliche Holzlücke bleibt unabhängig von der Ausrichtungsart konstant klein.