LINCK - Hersteller modernster Sägewerkseinrichtung

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Einleitung
Jedes Unternehmen ist an einer Erhöhung der Schnittholzausbeute und damit an einer Verbesserung der Erlöse interessiert. Die Firma LINCK bietet je nach Einschnittmenge und Schnittholzproduktion einige Konzepte der Seitenware- und Hauptwareoptimierung an.

Diese Konzepte bieten mehrere entscheidende Vorteile:
Erhöhung der Ausbeute
Verarbeiten von Rundholz mit einer größeren Krümmung
Knapper wählbare Rundholzdurchmesser
Geringerer Anteil an waldkantiger Haupt- und Seitenware
höhere Festigkeitswerte der Schnittware und Qualitätsvorteile bei der technischen Trocknung durch faserparallelen Einschnitt
Senkung der Einschnittkosten
Der bogenfolgende Einschnitt ist ein bekanntes Verfahren und wurde schon in Gatterbetrieben durch Nachziehen des Spannwagens praktiziert.
Die erste Profilieranlage mit Seitenbrettoptimierung wurde bereits 1983 nach Österreich geliefert.
Die erste LINCK-Profilieranlage für bogenfolgenden Einschnitt wurde 1989 in Schweden in Betrieb genommen.
Seit dieser Zeit wurden kontinuierlich weitere Anlagen mit optimiertem Einschnitt realisiert.
Die Entwicklungen der letzten Jahre auf den Gebieten der Mess- und Regeltechnik, sowie der Servotechnik ermöglichen immer bessere Optimierungsergebnisse und machen die Technik zunehmend für einen größeren Anwenderkreis interessant.

Bild 1: Installierte Linck-Profilieranlagen mit bogenfolgendem Einschnitt

Seitenwareoptimierung
Da der Stamm in der Realität durch Krümmung und Ovalität von der Idealform abweicht, hat die symmetrisch und parallel zur Stammmitte erzeugte Seitenware in der Regel ein geringeres Volumen als dies möglich wäre.
Mit einem 3D-Messsystemen nach dem zweiten Spaner kann die optimale Lage und Breite der Seitenware berechnet werden. Dabei ist es möglich, rechts und links unabhängig voneinander unterschiedliche Seitenware in Dimension und Lage zu erzeugen. Ist zusätzlich ein 3D-Messsystem für Rundholz vor dem ersten Spaner angeordnet, kann zusätzlich die Brettstärke variiert werden.
Entscheidend aber für die maximale Ausbeute ist es, dass die Optimierung nicht nur nach der maximalen Volumenausbeute sondern auch nach der maximalen Wertigkeit durchgeführt werden kann. Mit dem LINCK-Anlagenkonzept sind die Optimierungsvorgaben jederzeit vom Kunden entsprechend der erzielbaren Erlöse modifizierbar.

Bild 2: Asymmetrisch angeordnete Seitenware im Rundholz
Bild 3: Anlage mit asymmetrisch profilierten Kantholz
Durch moderne und schnelle Servotechnologie sind heute kürzeste Stellzeiten möglich.
Für die Seitenbrettoptimierung sind folgende Komponenten besonders wichtig
Ein Prozessor mit hoher Rechenleistung
3D-Rundholzvermessung vor dem Vorschnittspaner
3D-Kantlingsmessung nach dem Nachschnittspaner
Profilieraggregate mit unabhängig voneinander positionierbaren Werkzeugen

Hauptwareoptimierung
Will man die Ausbeute an Hauptware erhöhen, muss man weg vom geraden, mittig zentrierten Einschnitt. Völlig neue Konzepte sind erforderlich, wobei im Vor – und Nachschnitt unterschiedlichen Vorgaben Rechnung zu tragen ist.
Vorschnitt. Da die Stämme in der Regel nur in einer Ebene eine Krümmung aufweisen, wird vor dem Vorschnittspaner der Stamm krümmungsoptimiert eingedreht. Dadurch wird erreicht, dass man das Rundholz gerade einschneiden kann. Die Drehung erfolgt automatisch und im Durchlauf gemäß den Werten der Rundholzmessung. Als wesentlicher Vorteil für den weiteren Optimierungsprozess erweist sich die schon bei der ersten Bearbeitung erzeugte durchgehend angespante Fläche am Rundholz. Diese Fläche wird für die nachgelagerte Bearbeitung als optimale Auflage genutzt.
Nachschnitt. Mit Hilfe von speziell entwickelten Zentriervorichtungen wird vor dem Profiliervorgang das Model mit dem Zopf voraus optimal zentriert und entsprechend der Stammkontur vor dem Spaner positioniert.
Schnelle und präzise Werkzeugpositionierung
geringe mechanische Belastung durch geringe bewegte Massen
kontinuierliche Beschickung des Spaners bei identischer Holzlücke sowohl bei geradem als auch bogenfolgendem Einschnitt
Vorschubgeschwindigkeiten bis 180 m/min
Im Vor- und Nachschnitt hängt das Optimierungsergebnis wesentlich von der Genauigkeit der Stammeindrehung, der Zentrierung und der Ausrichtung vor den Spanern ab.

Gerader Einschnitt mit Diagonalverschiebung
Ein Ansatz zur Erhöhung der Ausbeute liegt in der Art der Modelzuführung in den Nachschnittspaner. Schon durch die diagonale Ausrichtung oder die parallel zur Mitte verschobene Zentrierung lässt sich bei geradem Einschnitt die Ausbeute erhöhen. Dieses Verfahren ergibt insbesondere bei kurzen Holzlängen und zunehmenden Krümmungen eine deutliche Mehrausbeute.
Hierfür wird neben dem neuen Spanereinzug eine angepasste Steuerung und eventuell ein geeignetes Messsystem benötigt. Durch die geringen Anlagen-Modifikationen ist dieses Verfahren auch für die Nachrüstung vorhandener Profilieranlagen sehr interessant.
Neben der bereits erwähnten sehr genauen Zopfzentrierung kann von Stamm zu Stamm ohne Leistungseinbuße entschieden werden, ob diagonal ausgerichtet, parallel verschoben oder mittig zentriert werden soll.

Bild 4: Spanereinzug mit diagonal positioniertem Model

Bogenfolgender Einschnitt
Für optimale Ergebnisse beim bogenfolgenden Einschnitt ist es erforderlich, neben der Krümmung auch das Schnittbild und die Maschinenanordnung bzw. -ausführung zu beachten. Aufgrund dieser Parameter kann die optimale Einschnitttechnologie gewählt werden. Das LINCK-Konzept erlaubt es, dass von Stamm zu Stamm entschieden werden kann, ob mittig zentriert, parallel verschoben oder diagonal ausgerichtet wird und ob gerade oder bogenfolgend eingeschnitten werden soll.
Diese Flexibilität ist von großer Bedeutung, da somit für jeden Stamm die am besten geeignete Einschnittart zur Anwendung kommt.
Bei dieser Einschnittmethode wird unterschieden zwischen den Betriebsarten "passiv bogenfolgender Einschnitt" und "aktiv bogenfolgender Einschnitt".

passiv bogenfolgendes Schneiden
Bild 5: passiv bogenfolgend angespante und profilierte Kanthölzer
Beim passiven Bogenschneiden wird das Model mit Zopf voraus zentriert. Durch zusätzliche Führungselemente im Bereich der Einzugs- und Auszugsvorrichtungen wird die Stammkontur kopiert.
Hierbei werden allerdings nur Krümmungen bis zu einem einstellbaren Maximalwert berücksichtigt, welcher von den nachfolgenden Profilier- und Sägeaggregaten bewältigt werden kann.
Zusätzlich zur Mehrausbeute ergibt sich durch den entlang der Faser verlaufenden Einschnitt eine höhere Festigkeit.

Bild 6: Kantholz mit Begrenzung des minimalen Radius

aktiv bogenfolgendes Schneiden
Im Gegensatz zum passiven wird beim aktiven Bogenschneiden nicht die Stammkontur kopiert, sondern es wird die optimale Bahn berechnet. Hierfür werden die folgenden Parameter berücksichtigt:
• Stammform
• Angespante Deckfläche
• Schnittbild
• Maschinenanordnung
Dadurch haben Wuchsfehler, grobe Astansätze, Wurzelenden und ähnliches keinen Einfluss auf den erzeugten Bogen, wohl aber die Zunahme des Durchmessers zum Stockende hin, die zur Erzeugung größerer Radien genutzt wird.
Als positiver Effekt ist im Bereich der Seitenware eine höhere Ausbeute zu erwarten.

Bild 7: erzielbares Ergebnis bei aktiv bogenfolgendem Einschnitt

Gegenüberstellung der verschiedenen Optimierungsmethoden
Gegenüberstellung am Beispiel folgender Daten:

Holzlänge 4,0 m
Zopfdurchmesser 20 cm
Abholzigkeit 1 cm/m
Modelhöhe 14 cm
Konstante Krümmung über die gesamte Holzlänge
Für die Auswertung wurde pro Einschnittmethode die maximale Kantholzbreite bei vorgegebener Höhe ermittelt.
Fazit: Bereits bei kleinen Krümmungen ist durch die Optimierungsmethoden eine spürbare Erhöhung der Ausbeute zu erwarten. Bis zu einer Pfeilhöhe von etwa 25 mm erreicht man mit einer Diagonalausrichtung des Models bei geradem Einschnitt schon sehr gute Ergebnisse. Mit zunehmender Pfeilhöhe nimmt die Mehrausbeute bei bogenfolgendem Einschnitt sogar überproportional zu.
Durch zahlreiche realisierte Anlagen hat Linck eine langjährige Erfahrung in der Technik des ausbeuteoptimierten Einschnittes
Aus einer großen Anzahl von Lösungen kann ein genau auf den Bedarf des Kunden zugeschnittenes Konzept angeboten werden

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Ausbeute optimierender Einschnitt
Optimierung im Sägewerk (Holzkurier Heft 32 vom 12.08.2010)
Flexibilität und Ausbeute (Holzkurier Nr.51/52 vom 18.12.2008)