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Modern und leistungsstark (Holz-Kurier Heft 42 vom 15.10.2009)
Sägewerk in Russland feierlich eröffnet

In Anwesenheit von Baron Franz Mayr-Melnhof, Eigentümer der Mayr-Melnhof
Holz-Gruppe, und Valerij Serdjukov, Gouverneur des Leningrader Gebietes, wurde
am 25. September das Sägewerk in Efimovskij eröffnet. Drei Jahre nach der Grundsteinlegung
startete in Anwesenheit der wichtigsten Kunden, Ausrüster, russischer
Politiker und Mitarbeiter das „modernste und größte Sägewerk Russlands“ (MM-Finanzvorstand
Mag. Josef Dringel).


Gouverneur Serdjukov und Baron Mayr-
Melnhof (v. li.)
eröffnen symbolisch das Sägewerk


In seiner Ansprache bezeichnete Dringel den 25. September als Tag der Freude. Freude, dass es gelungen sei, das Sägewerk zu errichten und zu starten. Als Beweggründe für sein Unternehmen, in Efimovskij zu bauen, nannte er die Rohstoffreserven,
aber auch die Absatzchancen in „einem Land mit einer langen Holzbautradition“. Nicht unerwähnt ließ Dringel aber auch, dass es eine große Herausforderung war, hier zu starten, und dass man einige Überraschungen erlebte: „Wir haben erlebt, was wir erwarteten: Russland ist ein schwieriger Boden zum Starten. Dennoch sind wir nie verzweifelt und haben intensiv weitergearbeitet. Mit unserer Osteuropaerfahrung und insbesondere unseren guten Leuten haben wir es geschafft.“
Der Tag wäre aber auch ein „Tag der Dankbarkeit“. Dafür, dass der Eigentümer das Management immer unterstützt hat. Und: „In der heutigen Zeit wäre das Projekt nicht mehr finanzierbar“, bekannte Dringel und dankte somit den Finanzpartnern.
Gedankt wurde auch dem Gouverneur für dessen immer da gewesene Unterstützung. „Alle Behördenverfahren wurden zeitgerecht abgewickelt.“

Manches wurde schwieriger
Nicht unerwähnt blieb bei der Eröffnungsfeier aber auch, dass sich in den beiden Vorjahren die Bedingungen für alle Betriebe der russischen Holzindustrie verschlechtert hätten. Da auf den gepachteten Flächen auch viel Laub-Industrieholz anfällt, schmerzen die Exporthindernisse Richtung Skandinavien. Am Binnenmarkt gibt es dafür zu wenige Alternativen. Auch sei der Forststraßenbau teuer und müsse ohne staatliche Unterstützung vorangetrieben werden. Kurzum: „Die Rahmenbedingungen für die Rohstoffförderung müssen besser werden“, so Dringel gegenüber den anwesenden russischen Politikern. Als Technik setzte man auf „Bewährtes aus Mitteleuropa“ (s. Beitrag S. 10). Den Zulieferern und seinem Projektteam gestand Dringel in der Rede
„Ausdauer, Hartnäckigkeit und gute Nerven“ zu, damit das Werk gebaut werden konnte. Für das Gesamtprojekt war Ferdinand Berger verantwortlich.

Großsägewerk mit Hobelwerk und …
Ausgelegt ist das Sägewerk auf einen Einschnitt von bis zu 650.000 fm/J, 350.000 m³/J Schnittholz sollen erzeugt werden. Dafür wurden 80 Mio. € investiert. Das 24 ha große Betriebsgelände könnte auf 42 ha erweitert werden. Dann wäre auch Platz für eine Weiterverarbeitung. „Es gibt noch kein aktuelles Projekt. Wir müssen erst sehen, wie sich der Binnenmarkt für uns entwickelt. Denn das, was wir hier erzeugen, soll in Russland absetzbar sein. Wir haben Know-how für viele Produkte – noch ist alles möglich“, erläuterte Ing. Anton de Menech, Mitglied des Mayr-Melnhof Holz-Vorstandes. „Mit Wald und dem Holzreichtum gibt es klare Parallelen zwischen Österreich und Russland. In Efimovskij wurde die Aufgabe gelöst, die Ressource Wald gemeinsam nachhaltig zu nutzen“, erläuterte Dr. Dietmar Fellner, österreichischer Handelsdelegierter in Russland, in seiner Ansprache.
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Folklore zur Einweihung: Mitarbeiter aus allen
Werken, Ausrüster, Kunden und die weltweiten
Partner fanden sich am 25. September in Efimovskij
ein
Die Krone wird noch internationaler: seit März
2009 produziert man im Nordwesten Russlands
Russische feine Holzfaser mit mitteleuropäischer
Qualität eingeschnitten, bearbeitet, zugeschnitten
und getrocknet


Quelle: Holzkurier Heft 42 vom 15.10.2009