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Vollsortimenter (Holz-Kurier Heft 34 vom 20.08.2009)
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 Vollsortimenter (Holz-Kurier Heft 34 vom 20.08.2009)
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Von Null auf Hundert in zehn Monaten
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Trotz der wirtschaftlich angespannten Lage hat Heggenstaller den Neubau in Lauterbach/DE rasch durchgezogen. Sägewerk, Klotzproduktion und Heizwerk sind in Betrieb, das Pelletswerk folgt 2010.
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In weniger als einem Jahr schaffte es Heggenstaller in Lauterbach/DE auf der grünen Wiese ein Sägewerk samt Heizwerk und Klotzwerk aufzubauen und in Betrieb zu nehmen. Wo vor 16 Monaten nur Maisfelder zu sehen waren, erblickt man nun schon von der Ferne die in Holz erbauten und teilweise mit Blech verkleideten Hallen, die die Produktionen und Lager beherbergen, sowie die Spänesilos. Nur noch wenige Container und Bagger erinnern an die Baustelle. „Wir wollten uns mitten in ein Rohstoffgebiet setzen“, eröffnet Gebhard Dünser, Geschäftsführer von Heggenstaller, das Gespräch. Heggenstaller – das Unternehmen gehört seit 2005 zur Pfeifer-Gruppe – ist bereits seit 1997 im Bundesland Hessen mit einem Werk vertreten. In Schlitz, etwa 15 km von Lauterbach entfernt, wird eine Schalungsplatten-und -trägerproduktion betrieben. „Aufgrund der hohen Transportkosten wollen wir das Rundholz so wenig wie möglich bewegen. Außerdem hatte Hessen kein Großsägewerk“, nennt Dünser die Gründe für den Standort. „Die Rundholzpreise frei Waldstraße werden sich europaweit auf einem ähnlichen Niveau einpendeln. Vorteile kann man sich dann nur über die Frachtkosten holen“, ist er überzeugt. Hinsichtlich der Rundholzversorgung macht man sich in Lauterbach keine Sorgen. „Die ist gesichert“, bestätigt Gesellschafter Michael Pfeifer, ohne genauer ins Detail gehen zu wollen.
Kein Standard „Wir haben in Lauterbach ein Einschnittkonzept nach den Kundenwünschen entwickelt“, erklärt Martin Huber, Planungsingenieur bei Linck, Oberkirch/DE. Der Maschinenbauer passte jede Einschnittgruppe an die Kundenvorgaben an. Realisiert wurde eine Spaner-Profilierlinie, die mit Vorschubgeschwindigkeiten bis 150 m/min schneidet. Die Linie ist für Rundholzlängen von 2,4 bis 5,2 m auslegt. Die Durchmesser bewegen sich von 13 cm Zopf bis 60 cm Zopf. Die Anlage ist für eine Jahreseinschnittleistung von 800.000 fm projektiert. Linck lieferte die Einheiten von der Rundholzaufgabe bis zur Übergabe an die Schnittholzsortierwerke. Um das Sägewerk kontinuierlich mit Stämmen zu versorgen, wurden zwei Rundholzaufgaben gebaut. „Das Einzigartige bei unserer Anlage ist, dass der Anlagenführer oberhalb der Rundholzaufgabe mit Blick in diese Richtung sitzt. Die Spanerlinie befindet sich in seinem Rücken, er überwacht diese mit Bildschirmen“, erläutert Dünser. |
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Spaner-Profilierlinie von Linck in Lauterbach: Durchmesser von 13 bis 60 cm Zopf können geschnitten werden
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Von links und rechts: Die Spaner-Profilierlinie wird über zwei Aufgaben mit Rundholz versorgt
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In fünf Gruppen bis zum Brett Die Stämme werden vor der ersten Einschnittgruppe, ausgestattet mit einem Profilspaner VM 50, 3D-vermessen und im Einzugssystem des Spaners automatisch schnittbildoptimiert eingedreht. Nach Erzeugung zweier Flächen wird das Model um 90° um dessen Längsachse gedreht und dem Nachschnittspaner mittels Einzugsvorrichtung zugeführt. In diesem Einzugssystem kann das Model zur Erzielung einer besseren Ausbeute mittig, außermittig oder diagonal ausgerichtet werden. Nachdem der Nachschnittspaner zwei weitere planparallele Flächen gespant hat, wird der erzeugte Kantling für die Seitenbrettoptimierung erneut dreidimensional vermessen. Entsprechend der Deckflächen werden die Abmessungen und Positionen der Seitenbretter ermittelt. Die nachfolgende Profiliergruppe besteht aus drei Fräsaggregaten, die bis zu sechs Seitenbretter erzeugen. Die Seiten- wird von der Hauptware separiert und über Förderbänder der Sortierung zugeführt. Die Hauptware wird erneut um 90° gedreht und gelangt in die Nachschnittgruppe, wo mit zwei weiteren Fräsaggregaten und einer Kreissäge bis zu vier Seitenbretter abgetrennt werden. Zusätzlich kann die Hauptware zwei- oder dreistielig aufgetrennt werden. Als Besonderheit dieser Anlage ist parallel zu der in gerader Linie installierten Nachschnittsäge, Modell MKV, eine weitere Säge gleichen Typs installiert. Über einen Bypass werden die beim vorhergehenden Arbeitsgang produzierten Hauptwarenstiele an beide Sägen verteilt und dort aufgetrennt. Für die große Anzahl an erzeugten Brettern war dies die optimale Lösung.
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Alles im Überblick: Der Anlagenführer sitzt mit Blick zur Rundholzaufgabe, die Linie in seinem Rücken – überwacht wird mittels Bildschirmen
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Rundgang im neuen Sägewerk mit Heggenstaller-Geschäfts- führer Gebhard Dünser und Gesellschafter Michael Pfeifer (v. li.)
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Drehung des Models nach Vorschnittgruppe VM 50
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Abtrennung und Separierung der Seitenware
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Zwei MKV-Mehrblattsägen für das Auftrennen der Hauptwarenstiele – der zweite wird über einen Bypass versorgt
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Komplexe Sortierung Hinter der MKV befindet sich die Schnittstelle von Linck und dem nachfolgenden Sortierwerk von Springer, Friesach. Die Palettenbretter gehen über lange Pufferförderer auf zwei Stapellinien (Anlagen 1 und 2). Die Hauptware wird in zwei Etagensortierwerke (Anlagen 3 und 4) eingeteilt. Jede der vier Linien besitzt eine eigene Stapelanlage. Zusätzlich hat Springer eine Fremdaufgabe für die Nachsortierung der Trockenpakete installiert. Um den Ablauf weiter zu automatisieren, werden die Stapellatten automatisch über Förderbänder gesammelt und wieder zu den Stapelanlagen transportiert. Die Magazine werden damit ständig mit Latten versorgt – mannlos. Derzeit sind von Mühlböck, Eberschwang, acht Trockenkammern installiert, weitere 16 sind im Laufe des Ausbaus geplant. Das Heizkraftwerk ist ebenfalls in Betrieb gegangen. Es ist auf eine Leistung von 10 MW elektrisch und 42 MW thermisch ausgelegt. Seit zwei Wochen kann bereits Strom in das Netz eingespeist werden. Heggenstaller hat in Lauterbach ein Klotzwerk mit einer geplanten Produktion von 200.000 m3/J errichtet. 2010 soll noch eine Pelletsproduktion (120.000 m3/J) folgen. Am Rundholzplatz und im Sägewerk wird zweischichtig gearbeitet, im Klotzwerk dreischichtig. „Ab Ende 2009 soll auch das Sägewerk in drei Schichten in Betrieb sein“, erklärt Dünser. „Wir verarbeiten und verkaufen das komplette Holz – vom Stamm bis zum Restholz. Auf mehreren Beinen steht es sich besser“, meint Pfeifer schmunzelnd. MN ‹
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